Obgleich einige Frauen Angst davor haben, zu viele Muskeln auszubilden, gibt es  joggingdennoch solche, die Muskeln wie männliche Bodybuilder haben. Warum ist das so? Zunächst lässt sich darüber nur spekulieren. Vermutlich trainieren sie wesentlich härter als der Großteil der Sportlerinnen und ernähren sich zudem sehr diszipliniert. Zum anderen gibt es in diesem Sport möglicherweise auch Frauen, die sich selbst mit anabolen Steroiden unterstützen. Ebenso sollte man bedenken, dass solche Extremsportlerinnen ihr Körperfett für den großen Auftritt auf der Bühne durch strenge Diät extrem absenken, damit die Muskeln besser zu sehen sind. Außerhalb der Wettkampfzeit sehen auch Bodybuilderinnen viel weiblicher aus.

 

Wie sieht das in der Praxis aus?

 

Krafttraining ist sehr gut dafür geeignet, die Figur nach den persönlichen Vorstellungen zu “kreieren”. Dafür ist es besonders wichtig, regelmäßig zu trainieren und dabei die allgemeingültigen Trainingsprinzipien einzuhalten. Das gilt natürlich für Männer und für Frauen gleichermaßen. Damit die Muskulatur wachsen kann, muss ein Sportler Widerstände überwinden. Der menschliche Körper ist so konzipiert, dass er sich an die Reize anpasst. Wer beispielsweise immer mit den gleichen Gewichten trainiert, wird dauerhaft keine Effekte erzielen können. Es sollte also eine stetige progressive Anpassung der Trainingsgewichte erfolgen.

 

Ebenso wichtig wie das Training selbst ist die Erholungszeit, damit sich der Körper ausruhen und fortentwickeln kann. Das Prinzip “Trainieren-Regenerieren-Trainieren” ist sehr wichtig: Während des Trainings wachsen die Muskeln nicht, auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als wären sie nach einer Trainingseinheit regelrecht aufgepumpt. Nach ein bis zwei Stunden verschwindet dieser “Pump” wieder. Das eigentliche Muskelwachstum geschieht jedoch in der Regenerationszeit.

Muskeldehnung ist wichtig nach dem Training

Muskeldehnung ist wichtig nach dem Training

 

Wer behauptet, dass das Krafttraining bei ihm sehr schnell anschlägt oder nach dem Training sofort dicke Muskeln entstehen, spricht nicht die Wahrheit. Bei keiner Frau wirkt ein Muskeltraining so schnell, dass sie innerhalb weniger Wochen eine deutliche Zunahme der Muskelmasse vorweisen könnte.

 

Zu den Trainingsprinzipien zählt auch die Variation der Trainingseinheiten. Zum einen ist das “Abspulen” der gleichen Routine langfristig recht langweilig, zum anderen bringt es die Sportlerin nicht wirklich voran. Schnell passt sich der Körper an die gleichbleibende Belastung an, es tritt keine Veränderung ein. Deshalb sollte das Trainingsprogramm in regelmäßigen Abständen gewechselt werden und auch die Trainingsmethodik darf variieren.

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Für die Praxis bedeutet dies: Die Trainingsgewichte sollten systematisch gesteigert werden. Zudem kann zwischen Muskelaufbautraining, Kraftausdauertraining und maximalem Krafttraining variiert werden. Es ist ferner ratsam, nicht immer dieselben Übungen oder Geräte zu nutzen. Jeden steht es frei, neue Dinge auszuprobieren. Bestimmte Übungen sollte man sich jedoch von einem Trainer zuvor zeigen lassen.

 

Fortgeschrittene sollten komplexe Übungen bevorzugen, um mehrere Muskelgruppen zur gleichen Zeit zu trainieren. Beispiel: Viele Frauen machen Liegestütze, Bankdrücken, Trizeps-Curls oder Dips, um den Oberarm zu straffen, bearbeiten gleichzeitig aber auch den Trizeps und trainieren noch Brust und Schultern. Hierdurch erzielen sie mehr Effekt in der gleichen Zeit.

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